Erntedank

Der Erntedank-Gottesdienst stand unter dem Bibelspruch "Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter" (Psalm 104,24). Der Altar war dazu sichtbar mit Feldfrüchten und Blumen von fleißigen Händen geschmückt worden.

Den Beginn des Gottesdienstes umrahmten die Kinder mit dem Lied "Alles, was uns glücklich macht, hat der liebe Gott erdacht", worin es in der zweiten Strophe heißt: "Herzlich, herzlich danken wir, lieber guter Vater dir." Der Vorsteher ging auf dieses Lied ein und fragte die Geschwister, was uns denn glücklich macht. Alles, was für uns gut ist, das bereitet unser himmlischer Vater für uns, das können wir sichtbar an den vier Jahreszeiten erkennen.

Wenn wir nur in einer Jahreszeit leben würden – beispielsweise würde es nur den Frühling geben – würden wir kein Jahr durchhalten, denn wir benötigen den Frühling genauso wie den Sommer, Herbst und Winter. So, wie wir Aussaat und Ernte brauchen, brauchen wir den Frühling, um auszusäen, den Sommer, um das gesäte wachsen und gedeihen zu lassen und den Herbst, um zu ernten. Und ohne Ernte kann keine neue Aussaat entstehen.

Dasselbe auf der geistigen Ebene betrachtet können wir Gotteskinder mit unseren Gaben andere Menschen erfreuen und so den Segen unseres himmlischen Vaters erlangen, denn Segen bedeutet Vermehrung. Darum schwang der Dank an unseren himmlischen Vater für all seine schönen Gaben, den die Kinder mit ihrem Lied angestimmt hatten, durch den ganzen Gottesdienst hindurch und wurde vom Gemeindechor mit dem Lied "Das ist ein köstlich Ding, danken dem Herrn" beendet.

sfr